Ein Name muss her…

So ein Name für‘ Auto möchte gut überlegt sein. Er soll typische Eigenschaften wiederspiegeln, aber auch so liebevoll sein, dass die Karre unterwegs nicht vor Kummer und Scham verreckt.
Nach den ersten 8.000 km mit dem Hobel, kann ich getrost sagen, dass er schnittig aussieht, aber eine lahme Schnecke ist. 95 PS bei fast 3 Tonnen vermitteln ein eher LKW-typisches Fahrgefühl. Wie kann man sich das vorstellen? Ampel springt auf „grün“: eine Oma, die an ihrem Rollator auf dem Gehweg läuft, sieht provozierend zu mir rüber und ihr stummer Blick ruft mir zu „Gib Gas, du Pussy!“ Also Kupplung kommen lassen und erst wenn er schon rollt, äußerst behutsam Gas geben, damit er nicht mit einem Satz nach vorn hopst. Nach drei Metern in den zweiten Gang. Die Oma ist in diesem Moment schon 15 Meter vor mir.
Nun kommt der dritte Gang und es setzt das ein, was Physiker Beschleunigung nennen – aber nicht viel davon. An dieser Stelle kommt aus dramaturgischen Gründen eine Rückbesinnung auf die Oma: die ist bei 25 Metern.
Gas geben, ab in den Vierten und nun überhole ich Rollator und Oma, Radfahrer und Corsas. Aber nur die Baujahre um 1990, alles andere wäre zu riskant.
Kommen wir zurück zum Namen: „Das Biest“ kam mir in den Sinn und trifft es angesichts dieser urgewaltigen Fahrdynamik recht gut. „Sprinti“ ist auch cool…
PS: „Karre“ und „Hobel“ sind ab sofort tabu!