Riga mit Silke und Jan

Würde man Riga nur am Zustand seiner Straßen messen, wäre die Stadt eine unbedeutende Provinzmetropole: der Asphalt ist zigfach geflickt, wellig und die Gegend um den Hauptbahnhof scheint etwas aus der Zeit gefallen: dunkel, grau und Betrunkene torkeln in der Gegend umher. Zweifelsohne hat Riga auch schöne Seiten. Das Zentrum ist hypermodern, die Altstadt hat wunderschöne Häuser aus der Gründerzeit, sehr schicke Cafes und es gibt tolle Parkanlagen. Vermutlich ist es wie in jeder Metropole: da wo Touristen sind, gibt es Geld und dort wird auch alles schick gemacht. Da wo keine Touristen sind, ist es grau, die Fassaden zerfallen und stellenweise sieht es wie in Ostdeutschland kurz nach der Wende aus. Es gibt aus Riga heute mal keine Fotos – ich hatte keine Lust das zu fotografieren, was ich auf meinem sechs Kilometer langen Spaziergang durch die Stadt gesehen habe.

Der Grund für meinen Besuch war aber ein viel erfreulicherer: ich habe mich mit Silke und Jan getroffen. Beide machten hier Zwischenstation auf dem Weg nach Bulgarien. Wir waren nett essen (mein erster Restaurantbesuch seit meinem Start in Berlin) und haben Reisegeschichten ausgetauscht. Was die beiden schon erlebt haben… Heidewitzka, Herr Kapitän!
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Kleine Anekdote am Rand: um Riga herum werden viele Straßen neu gemacht. Da gibt es dann niegelnagelneue schwarze Asphaltdecken, die absolut eben sind und dort ist die Geschwindigkeit auf 30 oder 50 km/h reduziert. Sobald der olle Belag mit den Bodenwellen und geflickten Löchern wieder beginnt, darf man wieder 90 fahren… :-D